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Bridging Cultures 2015

20. November 2015

“Möchten wir Frieden auf Erden […] so muss unsere Loyalität unsere Rasse, unsere Stammeszugehörigkeit, unsere Klasse und unsere Nation übersteigen; wir müssen eine globale Perspektive entwickeln.“ - MARTIN LUTHER KING JR.

Globalisierung hat bewirkt, dass Weltwirtschaftssysteme mehr verflochten und von einander abhängig sind,  jedoch welche Auswirkungen hat dies neben den wirtschaftlichen? Auch auf gesellschaftlicher und kultureller Ebene hat sich die Welt angenähert. Es stellt sich die Frage der Konsequenzen hier raus, der möglichen Schwierigkeiten die resultieren können.

In 2015 arbeitete das Bridging Cultures Programm mit drei Trainerinnen zusammen; Ritu Priya, eine Menschenrechtsanwältin aus Indien, Asien, Hanna Haile eine Sozialarbeiterin aus Ethiopien, Afrika und Alexa Cuello eine Politikwissenschaftlerin aus Uruguay, Latein Amerika. Im Zuge des Projekts besuchten sie mehrere Schulen, erzählten SchülerInnen von ihrer Kultur und unterrichteten zu gesellschaftspolitischen Fragen.

Ritu Priya präsentierte wenig bekannte Fakten über Asien, bevor sie gesellschaftliche Themen in Indien aufgriff. Frauenrecht, sowie das Konzept von Brautgeld und die Tötung weiblicher Föten wurden thematisiert und Folgen die daraus für die Indische Gesellschaft resultieren, besprochen.

Hanna Haile bot eine Einführung zu  Afrika dar und präsentierte die Vielseitigkeit des Kontinents im Kontrast zu dem Glauben einiger Schüler, dass es sich bei Afrika um ein Land handle. Sie sprach über ihr Heimatland, Ethiopien und diskutierte dringliche Angelegenheiten, wie Religionsfreiheit, die Komplexität von Armut und Migration aus der Perspektive eines Flüchtlings.

Alexa Cuello brachte den SchülerInnen Latein Amerika näher, seine vielseitige Landschaft und Kulturen. Ihr Heimatland Uruguay wurde besprochen und SchülerInnen lernten über Rassismus gegen indigene und afrikanische Bevölkerungsgruppen, Ungleichheiten und Menschenrechtsmißbrauch von Seiten ehemaliger Regierungen in der Region.

Dieses Jahr, besuchten die Trainer sechs Schulen in Berlin und hielten sieben Workshops. Die SchülerInnen wurden dazu ermutigt Stereotypen, Vorurteile und Diskriminierung zu hinterfragen und kreative Lösungsansätze, zu diskutierten Themen, zu erarbeiten. 

Das Bridging Cultures Projekt ermöglichte TeilnehmerInnen wieder einmal, mehr über die globalisierte Welt in der sie Leben, zu lernen. Letztlich gelang es auch dieses Jahr, einen Raum zu schaffen, in dem SchülerInnen ihre eigene Rasse und Nationalität hinter sich lassen konnten um eine „globale Perspektive“ zu entwickeln.


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